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Die Summe in der Suppe

März 27th, 2009 by Peter Gold · Wissenschaft

Ein kleines Mädchen, gelangweilt von den Gesprächsfetzen bei Tisch, die es kaum noch wahrnimmt, starrt in den Suppenteller. Dem Blick bietet sich ein nettes Durcheinander von Buchstaben dar, denn was da langsam erkaltet, ist eine Buchstabensuppe. So klein ist das Mädchen nun auch wieder nicht. Seit es gelernt hat zu buchstabieren und zu schreiben, weiß es, welcher Buchstabe auf welchen folgt, ähnlich wie beim Zählen ja eine Zahl nach der anderen kommt. Aber was kommt nach dem ‘Z’, dem letzten Buchstaben im Alphabet? Als sie darüber nachgrübelt, fällt der Kleinen plötzlich ein, daß ihr älterer Bruder mal von ‘Buchstabenrechnung’ gesprochen hat, die sie gerade durchnähmen. Erklärt hat er weiter nichts. Was das wohl sein mag, ‘Buchstabenrechnung’? Ist es etwa so, daß Buchstaben genau wie Zahlen nicht nur aufeinanderfolgen, sondern auch zusammengezählt werden können. Dann gäbe es wohl so eine Art ‘Suppenrechnung’, bei der Buchstaben statt Zahlen summiert würden.

Aber wie soll das geschehen? Das Mädchen überlegt angestrengt, [Mehr lesen →]

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Wolfgang Koeppen

März 14th, 2009 by Norbert Saßmannshausen · Allgemein, Autoren

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Im Wintersemester 1982/83 las Wolfgang Koeppen im Hörsaal VI der Frankfurter Uni Poetikvorlesungen. Das Foto entstand während einer der ersten Vorlesungen. Wolfgang Koeppen starb am 15. März 1996.

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Eine von uns (Teil 1)

März 12th, 2009 by Norbert Saßmannshausen · Allgemein, Mein Trotzkismus

Sibylle , so dürfen wir sie für die Dauer dieses Beitrages nennen, Sibylle ist heute mit dem Buchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Sibylle , so konnten es Leser der Süddeutschen und des Perlentauchers vor einigen Wochen erfahren, war eine von uns gewesen, eine Genossin von Spartacus-BL (Bolschewiki-Leninisten). Im Bekenntnistext in der SZ werden Erlebnisse mit der BL aus den Siebziger Jahren verdichtet  zu einer, na sagen wir: Selbstanklage: Ich, Sibylle , war auch dabei, habe Trotzki (Trotzky) gelesen, die Stalinisten gehaßt, die verratene Revolution diesmal korrekt und richtig als permanente und Weltrevolution mit reinem Herzen und ohne Blut an den Händen durchführen wollen, habe dafür mehr oder wenige eklige Menschen, von denen einige sogar aussahen wie geleckte Eier, andere wiederum wie seit der Oktoberrevolution nicht mehr gewaschene Russen, als Genossen ertragen und in das Haus meiner Eltern gelassen.

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Die goldene Stadt

März 9th, 2009 by Norbert Saßmannshausen · Urbanität

 

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Kinopalast, Schäfergasse in Frankfurt am Main (2009)

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Frankfurt denken

März 4th, 2009 by Norbert Saßmannshausen · Allgemein

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Auswärtsspiel

März 4th, 2009 by Bärbel Bimschas · Allgemein, Autoren, Theater, Urbanität

Kolumne von Bärbel Bimschas.

Dieser Tage scheint der Berlin-Frankfurt-Systemvergleich in der Luft zu liegen. Ich komme gerade zurück aus Berlin. Beim Aufwachen bildet sich mir der Satz: Das Berlin-Gefühl verhält sich zum Frankfurt-Gefühl, als würden Kontinentalplatten aneinander reiben.

Am Wochenende vor meinem Berlin-Wochenende wurde auf einem reich besetzten Podium im Frankfurter Literaturhaus das Vielleicht-Drama beredet, vom Suhrkamp Verlag verlassen zu werden. Zur Sache selbst ließ und lässt sich wenig reden, wenn man nicht im Verlagsmanagement sitzt. (Da sitzt auch der Betriebsrat nicht, aber er würde gerne mehr zu sagen haben, denn über 80 % der Mitarbeiter(innen) sind gegen eine Umsiedlung.)
Die Veranstaltung geriet gleichwohl zu einem aufschlussreichen Versuch, ein sich trotzig selbstbehauptendes Frankfurt gegen das verführerische Berlin zu stemmen. Das wirkte ziemlich hilflos und ziemlich provinziell. Früher, dachte ich, hätte man so billige Polemik gegen Berlin nicht nötig gehabt. Und ich dachte: Gleich werden die Bembel auf den Tisch gepackt.

Es muss ein Frankfurt gegeben haben, das intellektuell und existentiell anziehender war als dieser Tage: Mit regenbogenfarbenen Suhrkampreihen in jedem zweiten Haushalt in Bocken- und Bornheim, mit Adorno-Vorlesungen an der Uni und Hausbesetzungen im Westend. Martin Lüdke brach deswegen in Klage aus: Der Suhrkamp Verlag, das war seine Kindheit, seine Jugend, die werde ihm genommen. Ich weiß nicht, wer dieses Frankfurt kennt, von dem er nicht abgenabelt werden will: Es müssen Menschen sein, die 1970 schon die Berechtigung zum Führerschein hatten.

Oder ist es einfach nur nicht mehr das, was es noch nie war? Ulf Erdmann Ziegler jedenfalls, der noch jünger aussieht, als er ist, aber auf jeden Fall zu jung, um 1970 eine Fahrschule betreten zu haben, [Mehr lesen →]

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